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Seidenraupe |
Die Seidenraupenzucht
Heimat der Seidenraupenzucht ist Ostasien. Der Maulbeerspinner (lat. Bombyx mori) ist der wichtigste Seidenspinner. Er kann gezüchtet werden und ist somit als Haustier anzusehen. Die Seidenraupe stellt ein Entwicklungsstadium des Seidenspinners dar, eines Schmetterlings, der nach seinem Ausschlüpfen nur etwa 2-3 Tage lebt, 300-500 Eier legt, keine Nahrung aufnimmt und dann stirbt.
Für die Zucht und Seidenproduktion werden die aus den Eiern erbrüteten Raupen in gleichmässig temperierten Häusern in Zuchtkästen gehalten und auf durchlöchertem Papier mit frischen Blättern des Maulbeerbaumes gefüttert.
In etwa 35 Tagen ist die Raupe dann auf etwa 9 cm angewachsen und beginnt mit der Einhüllung in den Kokon, um sich dort über das Zwischenstadium der Puppe zu einem Schmetterling zu entwickeln.
Um sich den Kokon zu spinnen, produziert die Raupe die Seidensubstanz (Fibroin), drückt sie durch ihre Spinndrüsen nach aussen, gibt mit anderen Drüsen noch den sogenannten 'Seidenbast' hinzu, während sie sich durch achterförmige Bewegungen ihres aufgerichteten Oberkörpers einspinnt.
Damit dieser Kokon durch das Ausschlüpfen des Schmetterlings nicht beschädigt wird, tötet man die Tiere, die nicht für die Zucht gebraucht werden. Der Seidenkokon wird dann abgewickelt und weiterverarbeitet.
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Maulbeerspinner |
Geschichte der Seidenmalerei
Über 2000 Jahre alt ist die Geschichte der Seidenmalerei. Früheste Kunstwerke, die allerdings nicht für dekorative Zwecke bestimmt waren, stammen aus China. Gemalt wurde mit Tusche und Erdpigmenten. Das Malen selbst diente nicht so sehr dem künstlerischen Ausdruck, als vielmehr der Meditation.
Seide, einst so kostbar wie Gold, wurde erst sehr spät auch in Europa als Malgrund verwendet. Künstler wie Picasso oder Gauguin wählten verschiedentlich Seide als Malgrund für ihre Werke.
Da Seide heute sehr viel erschwinglicher geworden ist, konnte sich die Seidenmalerei als Kunst etablieren. Zunächst war es die 'Batik', die in den 70er Jahren in grossem Umfang auch auf Seide angewandt wurde.
Die Seidenmalerei mit ihren klassischen Techniken (Aquarell-, Auswasch-, Nass-in-Nass-, Konturen- und Salztechnik) ging ursprünglich von Frankreich aus. Sie wird heute nicht nur für Bilder angewandt, sondern auch für Kleider, Tücher, Lampen, Kissen, Vorhänge und vieles andere mehr.
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